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PET Kristallisation

 
PET hat in den letzten Jahren immer mehr andere Werkstoffe wie Glas, PVC, PP oder PS verdrängt und findet Anwendung in vielen Bereichen. Ausschlaggebend dafür sind die großartigen Eigenschaften wie z.B. Lebensmitteltauglichkeit und hohe Schlagzähigkeit bei geringem spezifischem Gewicht. Haupteinsatzgebiet von PET sind Verpackungen aller Art, was natürlich zur Folge hat, dass große Mengen an Post-Consumer-PET sowie Produktionsabfällen recycelt, also dem Wertstoffkreislauf wieder zugeführt werden müssen. 
Diese vorteilhaften Eigenschaften von PET ergeben sich durch die besondere Materialstruktur, die aber bisher beim Recycling von PET große Probleme bereitete. PET kann in zwei verschiedenen Strukturen vorliegen, nämlich in amorpher oder in kristalliner bzw. teilkristalliner Form. Dabei ist amorphes PET meistens durchsichtig, „kristallines“ PET opak oder weiß. Wie bei allen Thermoplasten, die in amorpher oder kristalliner Form vorkommen können, so ist auch bei PET ein Kristallinitätsgrad von 100% nicht möglich. Lediglich ein Teil der Struktur des PET ist in der Lage, sich zu orientieren, also zu kristallisieren. Kristalline und amorphe Bereiche wechseln sich ab. Korrekterweise ist somit von einer Teilkristallinität zu sprechen. Bei PET ist es möglich, einen Kristallinitätsgrad von ca. 50% zu erreichen. Das bedeutet, dass sich in diesem Zustand die Hälfte der Molekülketten zueinander orientiert hat, sich also parallel nebeneinander gelegt oder kreisförmig (Sphärolithe) aufgewickelt hat. Zwangsläufig werden also in den teilkristallinen Gebieten die Wechselwirkungen (van-der-Waals Kräfte) zwischen den Molekülketten größer. Die Ketten ziehen sich also gegenseitig an, und damit werden die Zwischenräume zwischen den Molekülketten kleiner. 
Die molekulare Struktur von PET kann durch bestimmte Faktoren zerstört werden, wobei als erstes der thermische Abbau der Molekülketten zu nennen ist. Das bedeutet, dass durch Erwärmung die Bindungen zwischen den einzelnen Molekülen zerstört werden. Aus diesem Grund ist eine angepasste Prozesszeit und –temperatur von eminenter Bedeutung, um ein qualitativ hochwertiges Produkt zu erzielen.
Zweiter Abbaumechanismus bei der Wiederaufbereitung ist die Gefahr der Hydrolyse im Prozess. PET hat eine hygroskopische Struktur, d.h. PET absorbiert Feuchtigkeit. Diese wird in den intermolekularen Zwischenräumen eingelagert. Um PET wieder aufzubereiten, muss man dem Material zwangsläufig Energie/Wärme zuführen. Wenn dabei zuviel Wasser vorhanden ist, werden die Polymerketten gespalten, und es entstehen aus PET in einer chemischen Reaktion begünstigt durch die Energieanreicherung teilweise wieder die Ausgangsprodukte Terephtalsäure und Ethylenglykol. Aus diesem Grund muss vor der Wiederaufbereitung dem Material Feuchtigkeit entzogen werden, um die Polymerketten zu erhalten. Außerdem neigt amorphes PET dazu, bei Erwärmung zu verkleben, was ebenfalls ein großes Problem darstellt.
Diese Probleme erschwerten bisher das Recycling von PET, so dass erst mit der Entwicklung einer besonderen Verfahrenstechnik wirtschaftliches Recycling von PET möglich wurde. Mit dem Verfahren von Plastmachines wird eine schonende und wirtschaftliche Aufbereitung von PET erreicht. Dabei macht man sich die Vorteile des kristallinen Zustandes von PET zu Nutze.
Über eine Bunkerschnecke wird das rieselfähige Material in den Kristallisator eingetragen. Durch angebrachte Friktionselemente in der Prozesskammer und genau dosierte Energiezufuhr wird ein optimales Umfeld für den Kristallisationsprozess geschaffen.
Dadurch wird das Verkleben von amorphem PET verhindert. Gleichzeitig wird durch diesen Vorgang, der eine Verringerung der intermolekularen Zwischenräume bewirkt, dem Material  Feuchtigkeit entzogen und diese nach oben hin abgesaugt. Kristallisation und Trocknung erfolgen also in einem Schritt. Das bedeutet eine enorme Zeitersparnis und erhöhte Wirtschaftlichkeit. Die Kristallisations- und Trockenzeit liegt lediglich bei 60-90 Sekunden und ermöglicht eine sehr kurze Reaktionszeit für die Produktumstellung. Zusätzlich wird das Material automatisch verdichtet und man erhält rieselfähiges Kristallisat. Da die Arbeitstemperatur erheblich unter dem Erweichungspunkt liegt, wird eine äußerst materialschonende Aufbereitung ohne Änderung des IV-Wertes bei unübertroffener Wirtschaftlichkeit erreicht.

Der Foliolux-Kristallisator von Plastmachines International – die Lösung für wirtschaftliches Recycling von PET.


 
 
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